Das Gemeindehaus kann für Veranstaltungen gemietet werden.
Wenden Sie sich dafür an das Pfarrbüro:
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Bericht über die Einweihung unseres neuen Gemeindehauses
Mit einem Festgottesdienst hatte der besondere Tag für unsere Kirchengemeinde begonnen. „Preiset froh den König, lobt den Herrn der Welt“, sang der Kirchenchor unter Leitung von Ernst Dörflinger, begleitet von Sebastian Sokolov an der Orgel. „Gott sei Dank! Wir freuen uns, dass unser Gemeindehaus, um das wir lange gerungen haben, zum Einzug bereit ist.“ Das war die Stimmung an diesem Festtag. Dekan Becker legte in seiner Predigt das Gleichnis vom Hausbau aus. Ein Haus braucht ein tragfähiges Fundament. Wer sein Haus auf Sand baut, kommt schneller ans Ziel, wird aber am Ende scheitern. Wenn die heile Welt nur vorgespielt wird, die Konflikte unter den Teppich gekehrt, wenn sich hinter unserer Fassade Lieblosigkeit verbirgt, dann sind wir wie der, der sein Haus auf Sand baut und das erste Unwetter wirft es um. Die Menschen im Ahrtal kommen uns in den Sinn. Gerade die gegenseitige Hilfe und Solidarität machen in dieser Situation aber deutlich, dass die Beziehungen dieser Menschen untereinander ein festes Fundament haben.
Dekan Becker gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass unser Gemeindehaus auf festem Grund gebaut ist. Dabei ging es ihm weniger darum, dass das Fundament dem Standort am Enzgraben Rechnung trägt, sondern um die Menschen, die dieses Haus lebendig machen. Getragen wird diese Gemeinschaft nicht nur von den Beziehungen der Menschen untereinander. „Ihr seid Gottes Bau. Einen andern Grund kann niemand legen, als der, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“(1.Kor 3,9b-11)
Am Nachmittag wurde symbolisch ein großer als Hefezopf gebackener Schlüssel von Architekt Welle an Pfarrer Koch überreicht. Dekan Becker sprach ein Segenswort für die Menschen, die in diesem Gemeindehaus ein- und ausgehen.
Der katholische Pfarrer der Seelsorgeeinheit Emerich Sumser sprach seine evangelischen Schwestern und Brüder in Altenheim und Müllen als Kumpane und Kumpels an. Lateinisch „cum“ heißt mit, „panis“ ist das Brot. Ein Companio, Kumpan oder Kumpel ist also ursprünglich ein Tischgenosse, mit dem, oder mit der das Brot geteilt wird. Für den Einzug ins neue Haus überreichte er symbolisch Brot und Salz. Als Geschenk der katholischen Pfarrgemeinde wurde vor dem Gemeindehaus ein Tulpenbaum gepflanzt. Der Baum bringt die wachsende ökumenische Gemeinschaft zum Ausdruck.
Der Bürgermeister betonte in seiner Rede die Verbundenheit mit der Kirchengemeinde. Die große, sechseckige Sitzbank, die den Feldahorn vor dem Gemeindehaus umschließt, ist ein Geschenk der Gemeinde Neuried.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Formation Ried-Brass.