Katholische Kirche

 

Katholische Seelsorgeeinheit Hohberg-Schutterwald-Neuried

Die evangelische Kirchengemeinde Altenheim steht in freund-nachbarschaftlichem Kontakt mit der Pfarrgemeinde Müllen-Altenheim. Pfarrgemeinde Müllen-Altenheim ist Teil der Seelsorgeeinheit Hohberg-Schutterwald-Neuried:
 

Pfarrgemeinde St. Ulrich

Die Kirchengemeinde Müllen-Altenheim ist Teil der aus acht Gemeinden zusammengesetzten Katholischen Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried
 
Das Gemeinde-Team Müllen-Altenheim
Die Gemeindeteams geben der Kirche vor Ort ein Gesicht. Sie übernehmen Verantwortung für die Gestaltung des Gemeindelebens durch die Wahrnehmung bestimmter Aufgaben und konkreter Dienste in Liturgie, Verkündigung und Diakonie. Dies geschieht im Einvernehmen mit dem Gemeinsamen Pfarrgemeinderat und dem Seelsorgeteam.
Das Gemeindeteam St. Ulrich Müllen-Altenheim von links nach rechts:
Mathilde Bläsi-Stocker, Birgitta Baumann, Felix Kaltenbach, Maria Kappes, Maria Keske, Hanspeter Schwenninger, Trudy Lapp, Barbara Ritter, Hilde Wurth-Schell, David Zimmermann.
 
Pfarrbüro Neuried
07807 / 9550-43
07807 / 9550-44
 
 
 

Pfarrkirche St. Ulrich

Die schöne Barockkirche St. Ulrich in Neuried Müllen liegt am Jakobuspilgerpfad, der  durch das Kinzigtal über Schutterwald nach  Straßburg führt, und ist in der Ortenau als Wallfahrtskirche bekannt.
Im Jahre 2013 ist die Pfarrkirche zu Müllen mindestens 640 Jahre dem heiligen Ulrich von Augsburg ( Namenstag am 4. Juli)geweiht. Belegt ist dieses Datum durch eine Urkunde vom 7. Juni 1373, in der die Besitznachfolge Müllens von St. Georgen an einen Müller Rüdiger geregelt wird ( in Anwesenheit von „Dietrich, Priester und Kaplan der Kapelle St. Ulrich, die im Orte Müllen liegt.“). 
 
 
 
 
Die Legende sagt, dass der Heilige Ulrich, der in der Zeit von 923-973 Bischof von Augsburg war, auf seinem Weg vom Bischof von Straßburg zum Abt des Klosters Schuttern bei sommerlicher Hitze hier seinen Bischofsstab in die Erde gestoßen hat, worauf eine Quelle entsprang.
Da ihr heilende Wirkung bei Krankheiten von Kindern nachgesagt wurde, tauchte man diese in das nie versiegende Wasser.  Auch bei Augenleiden erhoffte man sich Linderung und Heilung.
 
 
 
 
Bekannt ist vor allem das berühmte Fischwunder des Hl. Ulrich, das im Deckengemälde der Kirche dargestellt 
Ulrich gab einem Boten  des bayrischen Herzogs als Verpflegung am Donnerstagabend einen Gänsebraten mit auf den Weg.wird: 
Als dieser  Bote am Freitagmorgen bei seinem Herrn ankam und die Botschaft überbrachte, wollte er Ulrich wegen Nichteinhaltung des Freitagsgebotes  als unglaubwürdigen Bischof anschwärzen. Als er seine Anschuldigung beim Herzog vorbrachte und das Fleisch als Beweis zeigen wollte, war dieses zu einem Fisch geworden.
 
Außerdem ist die Wallfahrt „Zur schmerzhaften Mutter“ durch das Kloster St. Georgen seit 1375 bezeugt und seit den großen Pestzeiten des ausgehenden Mittelalters auch die Wallfahrt „Zu den 14 Nothelfern“, die in den Fenstern dargestellt sind.
Im Mittelalter, in einer Zeit größter menschlicher Nöte und Gefahren, kam es zur Bildung einer Gruppe von Heiligen, die in besonderer Weise als Helfer angerufen wurden. Die Kunde von den unbekannten Heiligen, die allesamt aus der Ostkirche hervorgegangen sind, gelangte im Mittelalter durch die Kreuzfahrer in den Westen. Es war die Zeit, als die gefürchtete Pest über Jahrhunderte hinweg die Menschen in Angst und Schrecken versetzte. Da lag es nahe, sich der Fürbitte von Heiligen zu versichern.
Der heutige Kirchenbau stammt aus dem Jahre 1741, wie die Jahreszahl am Eingangsportal unter dem Westturm ausweist. Der mittig in den Giebel der Pfarrkirche gestellte, massive Glockenturm beherbergt in einer Glockenstube mit achteckigem Grundriss drei Glocken und ist auf der Westseite mit einem Uhrenziffernblatt ausgestattet.
Aus dieser Entstehungszeit stammt auch die Innenausrüstung der Kirche, vor allem die künstlerisch wertvoll gestalteten Altäre. Erst 1895/96 wurden die sieben neuen Fenster mit den Bildern der vierzehn Nothelfer eingesetzt.